Über unseren Verein und seine Mitglieder

 

Vereinsgeschichte

      
Die ersten Aufzeichnungen des Bienenzuchtvereins Wiehl datieren aus dem Jahr 1922. Bei der Versammlung am 8. Januar 1922 waren 16 Mitglieder anwesend. Man organisierte die Beschaffung von Bienenzucker, Honiggläsern und Wachsschmelzer, tauschte Erfahrungen aus und lauschte Vorträgen über Königinnenzucht oder Bienen und Blüten. Auch damals war man schon um die Verbesserung der Bienenweide bemüht und bestellte einmal 100 Götterbäume und ein andermal 100 "Akazien", um die Bahndämme zu bepflanzen. Die Einwinterung der Völker war damals durch die hohen Zuckerpreise mit bedeutenden Kosten verbunden. So wurden jedes Jahr Zuckersäcke versteigert, 1923 z.B. für einen Betrag von 1660 Mark. Immer wieder wurde der nur mäßige Besuch der Versammlungen und Ausflüge beklagt. Meist fanden sich nur um die 10 Mitglieder ein und man beschloss, dass Mitglieder, welche bei den Versammlungen ohne genügende Entschuldigung fehlen, zur Strafe einen halben Jahresbeitrag an die Vereinskasse zu zahlen hätten. 1924 war ein Kassenbericht wegen der stetigen Geldentwertung überflüssig und man kassierte vorläufig 1 Goldmark für das neue Jahr.


Da die Zuchtbedingungen in unserer Gegend schlecht waren, beschloss man 1934, dass sich jeder Imker durch die Pflanzung von Obstbäumen an der Verbesserung der Tracht beteiligen soll. Im März 1934 kamen 17 Mitglieder zusammen, um gemeinsam ihr mit 84 Jahren ältestes Mitglied, August Noss, zu ehren, der seit seinem 12. Lebensjahr ständig Bienen gepflegt hatte und Mitbegründer der Bienenzuchtvereine Gummersbach, Nümbrecht und Wiehl war.


Während der Kriegsjahre zählte der Bienenzuchtverein zeitweise über 40 Mitglieder. In dieser Zeit mussten alle Bienenvölker der Vereinsmitglieder gemeldet werden, was den Imkern sehr zu schaffen machte. Nur wer der Honigablieferungspflicht nachgekommen ist, bekam Futterzucker für seine Völker zugeteilt. 1948 wurden in Wiehl 217 Völker gemeldet, für die je Volk 5 Pfund Honig abgegeben werden mussten.
Danach kam das Vereinsleben fast zum Erliegen, die Aufzeichnungen brechen ab und setzen erst 1952 wieder ein. In dieser Notzeit pflegten Vereinsmitglieder über 300 Bienenvölker, denn nach dem zweiten Weltkrieg war so manche Familie auf das Zubrot durch die Imkerei angewiesen.


In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zählte der Imkerverein Wiehl zwischen 20 und 30 Mitglieder. Eine Zahl, die Ende der 60er rapide zurück ging und 1973 mit 10 Mitgliedern einen Tiefstand erreichte, um Anfang der 90er wieder auf bis zu 24 Mitglieder anzusteigen. Zu dieser Zeit trat auch die erste Frau dem Verein bei.
In den letzten Jahren ist unser Verein dank der guten Vereinsarbeit sehr stark gewachsen. Zur Zeit zählt der Wiehler Imkerverein 49 Imker und 8 Imkerinnen zu seinen Mitgliedern. Das jüngste Mitglied ist 14 Jahre alt, der älteste Imker steht im 84 Lebensjahr. Von den Vereinsmitgliedern werden insgesamt 133 Bienenvölker betreut, das sind ca. 8 Mio. Bienen im Vereinsgebiet. (Stand Anfang 2015)
Wir sind über den Imkerverband Rheinland e.V. an den Deutschen Imkerbund e.V. (D.I.B.) angeschlossen.


Unsere Mitglieder können deshalb auch nach entsprechender Schulung die grünen Gewährverschlüsse und das bekannte Honigglas des D.I.B. nutzen.


Auch die nötigen Versicherungen (Haftpflicht, Stäubeschäden, Frevel usw.) können über den Verein zu günstigen Konditionen abgeschlossen werden.