Bienenstiche - kein Grund zur Panik!

  

Behandeln Sie Bienen mit Respekt, nicht als Feinde!

 

In der Regel sind Bienenstiche nicht gefährlich. Allerdings gibt es Menschen, die so allergisch reagieren, dass sie ernsthaft gefährdet sind. Diese sollten besonders aufpassen. Ansonsten ist es nicht weiter schlimm, wenn es mal eine Schwellung gibt. Nach zwei, drei Tagen ist das vorbei. Es ist nur unschön, wenn es gerade im Gesicht passiert... Man munkelt übrigens auch, dass regelmäßige Bienenstiche Medizin gegen viele Wehwehchen seien ;-)
 

Der Honig ist nicht weit vom Stachel

So bekommen Sie keinen Stich

Viele Menschen haben - eigentlich grundlos - Angst vor Bienen, bzw. davor, von einer Biene gestochen zu werden. Bienen stechen jedoch, anders als manche anderen Insekten, nur dann, wenn sie sich oder ihren Bienenstock bedroht sehen. Die größte Wahrscheinlichkeit, von einer Biene gestochen zu werden ist, wenn man eine Biene versehentlich quetscht. Bienen können eine Hose oder einen Pullover nicht aus eigener Kraft durchstechen. Sie müssen dazu schon in einer Falte eingeklemmt sein.

Wichtig ist es, sich in der Nähe eines Bienenstandes ruhig zu verhalten. Dann kann man unterscheiden, ob eine Biene gereizt schwirrt und angreifen will oder ruhig summend auf Sammelflug ist. Bienen, die den Honigmagen voll haben sind besonders friedfertig.

Hektische Bewegungen reizen Bienen in der Nähe des Stocks zum Angriff, langsame stören sie nicht. Bewahren Sie Ruhe, auch wenn es manchmal nicht einfach ist.

Stellen Sie sich nicht in den Flugweg der Bienen zum Bienenstock. In der Regel können nur die älteren Bienen stechen, und das sind eben die sogenannten Flugbienen, die auf Nektar- und Pollensuche draußen unterwegs sind. Wenn sich Bienen in Kleidung oder Haare verfliegen und verfangen, dann bekommt nicht nur der Mensch Panik. Und dann kann es passieren, dass die Biene in Panik zusticht. Muss man sich längere Zeit in der Einflugschneise eines Bienenvolkes aufhalten, empfiehlt sich daher eine Kopfbedeckung.

Bienen orientieren und verständigen sich mit Geruchsstoffen. So scheidet eine stechende Biene auch "Alarmstoffe" aus, die ihre Schwestern alarmieren. Deshalb soll man auch nicht verschwitzt an ein Bienenvolk herangehen, denn die Bienen reagieren aggressiv auf Schweißgeruch. Aber auch Parfums können sie manchmal reizen.
 

Je mehr Du die Bienen von Dir schlägst, desto wilder stechen sie.

Was soll man tun, wenn eine Biene gestochen hat?

Zuerst sollte man den Stachel entfernen, weil der durch seine Widerhakten meist noch in der Haut steckt. Dabei sollte man aber nicht mit zwei Fingern zufassen, da man so nämlich die Giftblasse zusammendrückt und alles Gift unter die Haut spritzen würde. Also: Entweder mit einer Pinzette (die man aber meist nicht zur Hand hat) den Stachel unterhalb der Giftblase fassen und herausziehen oder mit einem Fingernagel oder einem flachen Gegenstand (z.B. Taschenmesser) den Stachel seitlich wegschaben. Danach sollte man versuchen, den Stich auszusaugen und ein schmerzlinderndes Mittel auftragen. Manche schwören auf eine aufgeschnittene Zwiebel, andere auf Zitronen, die man eine Weile auf den Einstich drücken soll. Gut ist auch zerkauter Spitzwegerich, den man an vielen Wegrändern findet. Schwellungen bis 10 cm Durchmesser können noch als normal angesehen werden. Lassen Sie evtl. einen Allergietest durchführen und machen Sie gegebenenfalls eine Hyposensibilisierungstherapie, um sich vor den Risiken zu schützen.

Manche Menschen reagieren auf einen Insektenstich allergisch mit Symptomen wie Hautausschlag, starken Schwellungen, Hitzewallungen oder Übelkeit. Sollte sich heraustellen, dass Kreislaufprobleme, Schwindel, Herzrasen oder Atemnot eintreten, muss sofort Hilfe gerufen werden (Arzt, Notarzt usw.), denn es kann im Extremfall auch zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen. Die Wahrscheinlichkeit, an einem allergischen Schock mit Todesolge auf Grund eines Insektenstichs zu sterben, ist allerdings nach statistischen Untersuchungen etwa so groß, wie durch einen Blitzschlag ums Leben zu kommen.