Imkerei - ein Hobby voller Leidenschaft und Geheimnisse inmitten der Natur

 

 

Imkerinnen und Imker gesucht!

 

  • Wen interessieren Bienen, Honig und Naturzusammenhänge?
  • Wer sucht ein sehr interessantes, sinnvolles und gesundes Hobby?
  • Wir möchten alle - ob jung oder alt - einladen, beim Imkerverein Wiehl "hinter die Kulissen" zu schauen.
  • Imkerei - mehr als nur ein Hobby

Die eigenen Bienenstöcke im Garten oder an einem Waldrand zu betreuen, ist weit mehr als nur reine Freizeitbeschäftigung. Denn ohne den Imker würden die Honigbienen heute aussterben. In unserer Umwelt finden sie nicht mehr die natürlichen Wohn- und Versorgungsmöglichkeiten, um überleben zu können. Dafür muss heute der Imker sorgen. Er baut den Bienen Beuten und hilft ihnen mit Futter über den Winter und so manch mageres Jahr. Auch durch den Menschen eingeschleppte Parasiten machen den Honigbienen ein selbständiges Überleben in der Natur seit über 20 Jahren unmöglich.

Liebe zu außergewöhnlichen Tieren, zu Umwelt und Natur, ein gut fundiertes Wissen über deren Zusammenhänge und der sorgfältige Umgang mit den Erzeugnissen des Bienenvolkes - so könnte man die Voraussetzungen für die Tätigkeit eines Imkers umschreiben. Da die Bienenvölker ihren Imker immer wieder vor neue Probleme stellen, sind Neugier, Lernwilligkeit und Lernfähigkeit ebenfalls Voraussetzung, um Imker zu werden. Allergisch auf Bienenstiche sollten Sie natürlich nicht sein, denn gelegentliche Stiche sind selbst bei Schutzkleidung nicht zu vermeiden.

Die Bienenhaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Betreuer der Bienen ein Hobby gewählt hat, das sich in vielen Dingen von sonstiger Freizeitbeschäftigung unterscheidet. Es ist eine Beschäftigung mit festen zeitlichen Vorgaben und in ständigem Kontakt und in Abhängigkeit zum Geschehen in der Natur. Der Imker kann nicht einfach seine "Freizeitbeschäftigung" für ein paar Monate aussetzen, um etwas anderes zu tun und sich dann irgendwann wieder seinen Bienen zu widmen. Imkerin bzw. Imker ist man das ganze Jahr. Die Biene ist ein "Haustier", das sich trotz Zucht und moderner Gerätschaften des Imkers seinen "wilden" Charakter erhalten hat. Der Imker und seine Bienen sind immer Teil des Kreislaufes der Natur.

Gerade heute, in unserer von Technik bestimmten Zeit, kann man mehr denn je Freude am faszinierenden Leben und Treiben der Bienen finden, sind wir doch mit ihnen und gerade durch sie eng mit der Natur verbunden. In unseren Augen ist die Bienenhaltung eine schöne und wichtige Freizeitbeschäftigung. Helfen Sie mit, durch die Bestäubungstätigkeit Ihrer Bienen unsere schöne oberbergische Natur mit ihren Streuobstwiesen zu erhalten. Imkerei ist also ein Hobby, das viele Facetten in sich vereinigt und als Lohn für die Arbeit die ganze Bandbreite der Bienenprodukte bereithält.

Wer seine Familie mit selbst geerntetem Honig versorgt, der kann sicher sein, dass er weiß, was aus seiner Schleuder herausläuft. Denn er hat es zusammen mit seinen Bienen erwirtschaftet. Wir verfolgen das Ziel, dass in jedem Fall bienengerecht und sauber geimkert wird. Dies ist für uns Verpflichtung den Bienen und der Natur gegenüber, insbesondere, wenn auch noch das Lebensmittel Honig produziert wird.

Wie werde ich Imker / In?

Bienen und Bienenzucht sind für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Alle, die die Faszination "Biene" nicht nur in der Theorie, sondern "life" erleben wollen, sind herzlich eingeladen, einmal bei unserem Verein vorbeizuschauen. Wir begleiten Sie gerne bei Ihren ersten Schritten in die faszinierende Welt der Bienen.

Wer sich mit dem Gedanken befasst, mit Bienen seine Freizeit zu verschönern, wird nicht umhin kommen, jemand, der die Imkerei schon ausführt, zuerst um Rat zu fragen. Vielleicht kennt er ja schon einen Imker oder eine Imkerin der/die ihm eine entsprechende Auskunft geben können. Diese geht von den anfallenden Kosten für die Bienenwohnungen mit den Bienen selbst, über die sonstigen Arbeitsmaterialien, dem entsprechenden Stellplatz bis zur Erklärung der manchmal zeitaufwendigen Arbeiten im Jahreskreislauf. Dies und noch vieles mehr muss beachtet werden, um Bienen zu halten.

Erfahrene Imker stehen Ihnen in unserem Verein gerne mit Rat und Tat zur Seite und helfen Ihnen bei den ersten Schritten in die Imkerei. Werden Sie Mitglied im Imkerverein Wiehl. Mit dem Mitgliedsbeitrag haben Sie einen Versicherungsschutz für alle mit der Bienenhaltung in Zusammenhang stehenden Sach- und Personenschäden und Sie können während der Bienensaison an unserem monatlichen Erfahrungsaustausch teilhaben.

Motiviert? Möchten Sie noch mehr wissen über die Bienen, ihren Nutzen und das Vergnügen des Imkerns? Haben Sie Lust zum Imkern?

Sprechen Sie uns an, oder schreiben Sie eine eMail. Auf welchem Weg auch immer, wir geben Ihnen gerne Auskunft. Oder kommen Sie doch einfach zu unserem nächsten Treffen! Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

Der Bienenzuchtverein Bechen bietet übrigens als Gemeinschaftsveranstaltung der Kreisimkerverbände von Februar bis November einen Einsteigerkurs an.

 

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Das Jahr des Imkers

Das Bienenjahr beginnt nicht am 1. Januar sondern nach der Sommersonnenwende und hat seinen Höhepunkt im Frühjahr bzw. im Frühsommer. Das Bienenjahr beginnt im Monat Juli mit der Aufzucht der ersten Winterbienen.

Nach der letzten Honigernte und Einfütterung im August beginnt nach der Varroabehandlung erst einmal eine etwas ruhigere Zeit in der Imkerei. Es werden die Wabenvorräte aussortiert, Arbeitsgeräte, Futtergefäße, Beuten und freie Zargen gründlich gereinigt.

Ab Mitte Oktober kehrt die Winterruhe auf dem Bienenstand ein. Nun sollte man die Bienenvölker möglichst in Ruhe lassen und kann zur Weihnachtszeit z.B. Wachskerzen gießen. Während des Winters werden dann neue Rähmchen gedrahtet, Mittelwände eingelötet und alle notwendigen Arbeitsgeräte für das neue Bienenjahr einsatzbereit gemacht.

Ab Februar beginnen die Reinigungsflüge der Bienen. Nun werden regelmäßige Kontrollgänge zum Bienenstand und Fluglochbeobachtungen durchgeführt. Die Völker werden kurz kontrolliert (Futterkontrolle) und schwache Bienenvölker werden evtl. aufgelöst. Zwischen Mitte und Ende April können dann meist die ersten Mittelwände in die Völker gehängt und evtl. ein erster kleiner Honigraum aufgesetzt werden.

Ab Mai geht die Arbeit dann richtig los. Die Bienen vermehren sich sehr schnell, so dass der Imker immer wieder durch Einhängen neuer Mittelwände und Ausbau des Honigraumes Platz schaffen muss. Bereits jetzt beginnt mit dem Ausschneiden der Drohnenbrut die Bekämpfung der Varroa-Milbe. Und der aufkommende Schwarmtrieb macht eine Kontrolle der Völker alle 9 Tage notwendig. Gleichzeitig kann auch mit der Königinnenzucht begonnen und es können Ableger erstellt werden. Ende Mai steht dann vielleicht schon die erste Honigernte an.

die selten gewordene Dunkle Biene

Im Juni werden die Arbeiten des Mai weitergeführt und Völker mit jungen Königinnen aufgebaut. Es ist die Zeit größter Aktivität - sowohl bei den Bienen als auch beim Imker.Im Juli wird es dann wieder ruhiger.

Ab Mitte Juli lässt die Honigtracht nach und die Bienen können sich wieder der Aufzucht langlebiger Winterbienen widmen. Der Jahreskreis schließt sich. Nur in Gebieten mit Sonnenblumen- oder Waldtracht geht die Honigernte evtl. noch weiter.